Ergebnisse der ersten AAV-Mitgliederbefragung

Viel Lob, viele Anregungen bei der ersten Mitglieder-Befragung des AAV

Kompetent, lösungsorientiert und partnerschaftlich erledigt der AAV seine Aufgaben mit hoher bis sehr hoher Qualität und großem bis sehr großem Nutzen für seine Mitglieder – dies attestierten jetzt zahlreiche Kommunen, Unternehmen und Landesbehörden dem AAV und würden den Beitritt zum Verband auch anderen empfehlen. Freilich nicht ungefragt: Der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung führte erstmals eine umfassende Mitgliederbefragung durch.

„Zwar sind wir zum Beispiel bei konkreten Projekten oder bei unseren Fachtagungen ohnedies in ständigem Austausch mit unseren Mitgliedern“, erklärt dazu AAV-Geschäftsführer Dr. Roland Arnz. „Was uns jedoch fehlte, war ein umfangreicheres Stimmungsbild, eine umfassende Bewertung unseres Tuns.“ Deshalb schrieb der AAV seine rund 550 Mitglieder an: mehr als 100 Kommunen, in denen der Verband bereits Altlasten sanierte, Flächen recycelte oder auf andere Art aktiv war, über 350 Kommunen, die bislang noch nicht mit dem Verband kooperiert haben, rund zwei Dutzend Behörden und Institutionen des Landes NRW sowie mehr als 50 Unternehmen, die sich dem AAV als freiwillige Mitglieder angeschlossen haben. Und fragte allgemein und im Detail: Was machen wir gut, was können wir besser machen?

Hohe Beteiligung – gute Noten

„Die Resonanz war erfreulich hoch und die Rückmeldungen noch deutlich positiver, als wir gehofft hatten“, so Dr. Arnz. Zwar meldeten sich nur vier Prozent jener Kommunen, die den AAV noch nicht näher kennen. In allen übrigen Gruppen jedoch antwortete jeweils mehr als ein Drittel der Angeschriebenen. 90 % Prozent aller Befragten bewerteten die Qualität der AAV-Arbeit als „hoch“ oder gar „sehr hoch“, 80 % sagten, dass die Angebote des Verbands „gut“ oder „sehr gut“ ihrem Bedarf entsprechen. Als „kompetent“ bezeichneten den AAV 88 %, als „lösungsorientiert“ 74 % und als „partnerschaftlich“ 70 %.

Und besonders erfreulich ist, dass 91 % derjenigen, die bereits mit dem AAV kooperiert haben, die Mitgliedschaft im Verband „wahrscheinlich“ oder gar „sehr wahrscheinlich“ auch anderen empfehlen würden.

Einzelne AAV-Angebote sind zu wenig bekannt

Bei den Detailfragen zu einzelnen Service-Angeboten und gesetzlichen Aufgaben gab es zwar ebenfalls gute „Noten“ für den AAV. Hier allerdings wurde auch ein Defizit deutlich: in der Außendarstellung und „Werbung“ des Verbands. So war 11 % der Befragten unbekannt, dass der AAV als Moderator und Mediator Probleme zwischen Behörden und Unternehmen löst. 16 % kannten das „Integrierte Beratungs- und Kompetenzzentrum“ nicht, in dem das interdisziplinäre AAV-Team Mitgliedern sein geballtes fachliches und rechtliches Know-how in Sachen Bodenschutz, Altlastensanierung und Flächenrecycling zur Verfügung stellt. Und 19 % wussten nichts vom Altlastenrisikofonds, der die Chancen auf eine Neu-Nutzung aufbereiteter Flächen erheblich steigern kann.

Hohe Wertschätzung des AAV durch Unternehmen

„Erkenntnisse wie diese sind sehr wertvoll für uns, um die Angebote für unsere Mitglieder besser darzustellen“, so Dr. Arnz. „Zudem wollen wir weitere Unternehmen davon überzeugen, sich dem AAV als freiwillige Mitglieder anzuschließen. Dank der Mitgliederbefragung wissen wir nun noch genauer, welche Themen, welche unserer Service-Angebote für Unternehmen relevant sind.“ Übrigens ergab die Befragung, dass 88 % Prozent der freiwilligen Mitglieder aus den Reihen der Wirtschaft den Wert ihrer Zugehörigkeit zum AAV als „eher gut“, „gut“ oder „sehr gut“ bewerten. Und mit einigem Abstand am wichtigsten? Ist den freiwilligen Mitgliedern das starke Netzwerk des AAV.

Kooperation mit Kommunen optimieren

Auch mit Blick auf die Kommunen brachte die Befragung interessante Erkenntnisse. So schätzen jene, die noch nicht mit dem AAV kooperierten, den Aufwand für die Beantragung einer Altlastensanierung oder eines Flächenrecycling-Projekts tendenziell höher ein, als er tatsächlich ist: Als „mäßig“ (50 %), „hoch“ (35 %) oder gar „sehr hoch“ (7 %) schätzen die Befragten die entsprechende Arbeitsbelastung ein. Wer hingegen schon Erfahrung hatte, nannte den Aufwand „gering“ (29 %) oder „mäßig“ (58 %).

Um auch darüber intensiver mit Kommunen ins Gespräch zu kommen, bietet aktuell das Sonderförderprogramm zur Mobilisierung von Brachflächen für Flüchtlingsunterkünfte und dauerhaft genutzten Wohnraum gute Gelegenheiten. Zahlreiche Städte und Gemeinden nutzten bereits die Chance, sich über das Programm, mit dessen Durchführung der AAV beauftragt ist, und über weitere Möglichkeiten des Flächenrecycling zu informieren – auch darüber, dass ein hoher Nutzen für einen vergleichsweise geringen Aufwand zu bekommen ist.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse