Flächenrecycling

„Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“ heißt der AAV seit 2013 mit vollem Namen – und das aus gutem Grund. Denn der Verband unterstützt aktiv und wirkungsvoll das erklärte Ziel der Landesregierung, den Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen deutlich zu senken und auf lange Sicht durch Kreislaufführung sogar auf null zu reduzieren.

Derzeit gehen in Nordrhein-Westfalen pro Tag durchschnittlich 10 Hektar Natur- und Freiflächen verloren. Das ist sehr viel mehr, als es zunächst scheint. Denn in einem Zeitraum von nur drei Jahren wird so eine Fläche von der Größe des Nationalparks Eifel zugebaut.

Verbraucht werden Flächen vor allem für den Bau von Verkehrswegen und Wohnhäusern sowie für die Erschließung neuer Gewerbeflächen. Andererseits liegen in NRW mehrere Zehntausend Hektar Fläche brach – ein großer Teil davon in bester Lage und gut erschlossen. Was also liegt näher, als diese Flächen zu sanieren, zu recyceln und damit für eine neue Nutzung zu ertüchtigen. Damit kennen sich die Experten vom AAV aus.

Mehr und mehr prägt den Maßnahmenplan des AAV deshalb das Flächenrecycling. Als Projektträger saniert der Verband Altlastenflächen und schafft so die Voraussetzungen für neue Gewerbeansiedlungen, er beseitigt innerstädtische Brachen und eröffnet so die Chance, neue Wohnquartiere zu errichten – ohne auch nur einen Quadratmeter Natur zu beanspruchen. Zudem sind Rat und Hilfestellung der AAV-Experten in der "Allianz für die Fläche" gefragt. 2006 von der Landesregierung ins Leben gerufen, fasst dieses Aktionsbündnis die Kräfte aller Beteiligten zusammen, um den Flächenverbrauch zu senken – und eines Tages ganz zu stoppen.